Wohnungsbrand

Datum: 8. Januar 2015 
Alarmzeit: 12:46 Uhr 
Einsatzort: Zehnhofstraße 
Weitere Kräfte: Berufsfeuerwehr Wiesbaden, FF Kostheim - Alarmgruppe 


Einsatzbericht:

Zu einem Wohnungsbrand in der Zehnthofstraße hat die Feuerwehr am Donnerstag mittag ein Ehepaar, 68 und 64 Jahre, in letzter Minute in Sicherheit bringen können. Die beiden hatten sich aus ihrem brennenden Zimmer in der zweiten Etage ins Treppenhaus geflüchtet, liefen mit letzter Kraft den Wehrleuten in die Arme und kamen mit einer schweren Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Die Folgen des Brand sind dramatisch. Das Mehrfamilienhaus ist derzeit unbewohnbar, zumindest für einen Tag, weil alle Versorgungsanschlüsse abgeklemmt werden mussten. Abgesehen von der ausgebrannten Wohnung sind zwei weitere Wohnungen so in Mitliedenschaft gezogen, dass die Mieter vorläufig nicht zurückkehren können. Zusammen mit der Notfallseelsorge versuchte die Berufsfeuerwehr Kontakt mit den Bewohnern aufzunehmen, um ihnen Notfallquartiere zu beschaffen.

Rauchpilz über Kastel

Um 12.45 Uhr hatten zahlreiche Bürger per Notruf bei der Leitstelle den Brand gemeldet. Aus den Fenstern der Wohnung schlugen hohe Flammen, und ein Rauchpilz wölbte sich über Kastel, der weithin zu sehen war. Als die Berufsfeuerwehr zusammen mit den Freiwilligen Wehren aus Kastel und Kostheim das Geviert der Zehnthofstraße/ Nickelsborn erreichte, stand die Wohnung voll in Brand. Dabei bestand die Gefahr, dass der Brand auf die darüber liegende Wohnung und den Dachstuhl übergreifen könnte.

Mit schwerem Atemschutz drangen die Wehrleute in das Gebäude ein. Nachdem das Ehepaar im Treppenhaus in Sicherheit gebracht worden war, durchkämmten die Einsatzkräfte mehrfach das ganze Bauwerk und durchsuchten jede Wohnung. Wegen der starken Rauchentwicklung bestand die Gefahr, dass sich weitere Einwohner nicht hätten retten können, oder sich in den Wohnungen versteckten. Ein Katze kam bei dem Brand ums Leben. Auf der Straße verfolgten viele Anwohner das Geschehen. Mancher hatte sich in großer Eile noch eine wärmende Decke um die Schulter geschlungen.

Der Brand wurde mit einem Wenderohr der Drehleiter der Berufsfeuerwehr und mit weiteren C-Rohren im Innenangriff gelöscht. Es dauerte geraume Zeit bis das Brandgeschehen unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch einige Stunden hin.